Die Galapagosinseln

Diavortrag von Dr. Renate Scheiper

Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an die Galapagos-Inseln denken? Urzeitlich wirkende Echsen? Sanft dahinschaukelnde Schildkröten? Oder mond-ähnliche Lava-Landschaften? Das Publikum, das zum Diavortrag von Dr. Renate Scheiper in der RESIDENZ am Dom erschienen war, bekam all das und noch viel mehr zu sehen.

Zwei Wochen lang war die Doktorin der Klassischen Archäologie auf der Inselgruppe im Pazifik unterwegs gewesen, und hatte von ihrer Reise faszinierende Bilder mitgebracht. Darauf zu sehen: majestätisch anmutende Schildkröten, die es in ihrer Art nur auf Galapagos gibt, die berühmten Darwin-Finken, fröhlich herumwatschelnde Pinguine und silbrig schimmernde Weihrauch-Bäume. Auch Suchbilder hatte die weit gereiste Fotografin im Angebot: Auf einer ihrer Aufnahmen waren auf den ersten Blick nur eine karge Lavalandschaft und Touristenbeine in Outdoor-Hosen zu erkennen. Doch wer genauer hinsah, entdeckte auch noch etwas anderes: Lava-Echsen. So schwarzgrau wie die Erde um sie herum, und deshalb für die Augen fast unsichtbar.

Besonders viele Ahs und Ohs lösten aber die Fotos mit den Roten Klippenkrabben aus. Während die begeisterten Zuschauer das leuch- tende Rostrot der Tiere bewunderten, erzählte Dr. Renate Scheiper von den strengen Regeln, an die sich Touristen auf Galapagos halten müssen. Um die Natur zu schützen, darf täglich nur eine kleine Zahl von Schiffen anlegen. Außerdem muss jeder Besucher 100 US-Dollar Eintritt zahlen und darf nichts mit an Land nehmen, was dort als Müll zurückbleiben könnte. Heißt: Nicht einmal eine Flasche Wasser oder ein verpacktes Bonbon waren als Ausflugsproviant erlaubt. Und ganz wichtig: Wer ein Tier entdeckt, muss mindestens zwei Meter Abstand halten, und darf es unter keinen Umständen stören. Eine Regel, die sich manchmal nur mit Mühe umsetzen ließ. Zum Beispiel dann, wenn so viele Seelöwen schlafend am Ufer lagen, dass die Schiffspassagiere kaum wussten, wie sie die Insel ohne Regelbruch betreten sollten.

Wer das Naturparadies Galapagos besuchen möchte, muss also nicht nur mehr als 12 Stunden Flug auf sich nehmen, sondern auch viel Geduld mitbringen. Aber es lohnt sich. Dr. Renate Scheiper jedenfalls kann die Reise wärmstens empfehlen. Und so mancher Zuschauer dürfte nach ihrem wunderbaren Vortrag wohl in Gedanken schon die Koffer packen …

 

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